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28.03.2017 - 10:10



Im Folgenden habe ich ein paar Indianische Weisheiten, die ich im Laufe der Zeit gesammelt habe. Als Quellen hierfür dienten Bücher, das Internet und die Hilfe von Freunden, die mir einige zur Verfügung gestellt haben. Solltet Ihr noch mehr Weisheiten haben, die hier noch nicht stehen, würde ich mich freuen, wenn ihr sie mir zur Verfügung stellt.

 

Es gibt keinen Tod. Es gibt nur den Übergang in eine andere Welt.

Chief Seattle, Häuptling der Suquamish


 

Wenn wir jagen, so ist es nicht unser Pfeil, der den Elch tötet, wie stark auch unser Bogen sein mag; es ist die Natur, die ihn tötet.

Big Thunder, Wabanaki Algonquin


 

Sicher hast du bemerkt, dass alles, was ein Indianer tut, einem kreisförmigen Ablauf folgt, denn der Herrscher der Welt hat alles kreisförmig angelegt, und alles strebt danach, rund zu sein ... Der Himmel verläuft im Kreisbogen und ich habe gehört, dass auch die Erde rund wie ein Ball ist und ebenso die Sterne. Der Wind wirbelt im Kreis, wenn er zum Sturm wird. Auch die Vögel bauen runde Nester, denn sie folgen dem selben Glauben wie wir ... Sogar der Wechsel der Jahreszeiten folgt einem großen Kreis, der immer wieder von vorne beginnt. Das Leben der Menschen ist ein Kreislauf von Kindheit zu Kindheit, und so ist es mit allem, das vom lebendigen Geist erfüllt ist.

Black Elk, Medizinmann der Oglala Sioux


 

Hört mich an, ihr Himmelsrichtungen der Welt – ich gehöre zu euch! Gebt mir die Kraft, auf der weichen Erde zu wandeln, mit allem verbunden, was da ist! Gebt meinen Augen die Fähigkeit zu sehen und die Weisheit zu verstehen, so dass ich wie ihr bin. Nur mit eurer Kraft kann ich dem Wind trotzen.

Black Elk, Medizinmann der Oglala Sioux


 

Die Form des Steines ist rund, sie hat keinen Anfang und kein Ende; so wie die Kraft des Steines ist sie endlos. Der Stein ist vollkommen in seiner Art, er ist ein Werk der Natur, das nicht mit künstlichen Hilfsmitteln geformt ist. Von außen gesehen ist er nicht schön, aber seine Struktur ist fest, sie gleicht einem soliden Haus, in dem man sicher wohnen kann.

Chased-by-Bears, Santee Yanktonai Sioux


 

Ich habe im Verlauf meines Lebens gelernt, dass alle Menschen eine Neigung zu einem bestimmten Tier, einem Baum, einer Pflanze oder einem Fleckchen Erde haben. Wenn sie dieser Vorliebe mehr Beachtung schenken und danach trachten würden, auch wirklich zu verdienen, was sie so anzieht, dann würden ihnen ihre Träume sagen, wie sie ein reineres Leben führen könnten. Ein Mensch soll sein Lieblingstier auswählen und es studieren, bis er die Unschuld seines Verhaltens versteht und seine Laute und seine Bewegungen deuten kann. Die Tiere wollen sich dem Menschen mitteilen, aber Wakan Tanka will nicht, dass sie es zu direkt tun – der Mensch muss sich Mühe geben, sie zu verstehen.

Brave Buffalo, Medizinmann der Teton Sioux


 

Von allen Tieren ist das Pferd der beste Freund des Indianers, denn ohne es könnte er keine weiten Reisen unternehmen. Das Pferd ist der wertvollste Besitz eines Indianers. Wenn ein Indianer etwas Wichtiges vorhat, dann verspricht er seinem Pferd, es mit Erdfarben zu bemalen, wenn es ihn unterstützt, sodass alle sehen können, wie sein Pferd ihm geholfen hat.

Brave Buffalo, Medizinmann der Teton Sioux


 

Die Erde die du siehst, ist keine gewöhnliche Erde – sie ist der Staub, zu dem das Blut, das Fleisch und die Knochen unserer Ahnen zerfallen sind ... Du mußt tief graben, bevor du natürliche Erde findest, denn die obere Schicht wird von den Toten des Crow-Volkes gebildet. Das Land, so wie es da liegt, ist mein Blut und mein Tod; es ist geheiligte Erde ...

Shes-his, Reno Crow


 

Die Erde und ich sind vom gleichen Geist beseelt. Das Land und unsere Körper werden mit dem gleichen Maß gemessen ...

Chief Joseph, Häuptling der Nez Percé


 

Alle Vögel, selbst die von der gleichen Art, sind verschieden und genauso ist es mit allen Tieren und auch mit dem Menschen. Wakan Tanka hat niemals zwei gleiche Vögel, Tiere oder Menschen geschaffen, weil er ihnen allen eine unabhängige Persönlichkeit gegeben hat, die für sich selbst besteht.


 

... die Stimme des Großen Geistes spricht aus dem Gezwitscher der Vögel, dem Rauschen der mächtigen Flüsse und dem süßen Atem der Blumen. Wenn dieser Glaube als Heidentum bezeichnet wird, dann bekenne ich, dass ich eine Heidin bin.

Gertrude Simmons   Bonnin, Dakota Sioux


 

Ich bin in der Prärie geboren, wo der Wind ungehemmt weht und nichts das Licht der Sonne aufhält. Dort, wo ich geboren bin, gab es keine Begrenzungen und jedermann konnte frei atmen ... Ich kenne jeden Fluss und und jeden Wald zwischen dem Rio Grande und dem Arkansas. Überall habe ich gelebt und gejagt, so wie meine Väter vor mir, und wie sie war ich glücklich.

Ten Bears, Häuptling der Yamparethka Comanchen


 

Der amerikanische Indianer ist eins mit der Erde, ob er in den Wäldern, den Ebenen, einem Pueblo oder auf den Hochebenen lebt. Er fügt sich in die Landschaft ein, denn die Hand, die diesen Kontinent geschaffen hat, hat auch den Menschen an seine Umgebung angepasst. Einst wuchs er hier so natürlich auf wie die wilde Sonnenblume; er gehörte zum Land wie der Bison zu ihm gehörte ...

Luther Standing Bear , Häuptling der Oglala Sioux


 

Die Alten lehrten uns, dass man kein Gewächs aus der Erde ziehen dürfe. Man soll es immer abschneiden, niemals entwurzeln. Denn die Bäume und Gräser sind von Geistern beseelt. Wann immer ein Indianer einer Pflanze Schaden zufügen muss, so stimmt ihn dies traurig und er spricht ein Gebet und bittet sie um Verzeihung ...


 

Als ich etwas über zehn Jahre alt war, nahm mein Vater mich mit, um nach den Pferden in der Prärie zu schauen. Wir tränkten die Herde und kehrten gegen Mittag zurück um zu essen ... Als wir so saßen und auf die Herde schauten, sagte mein Vater: „Diese Pferde sind göttlich, geheimnisvolle Wesen.“


 

Wenn ein Mensch etwas vollbringt, das alle in Erstaunen versetzt, dann sagt man, es ist wunderbar; aber wenn wir den Wechsel von Tag und Nacht beobachten, die Sonne, den Mond und die Sterne am Himmel und die Abfolge der Jahreszeiten auf der Erde verfolgen, die die Früchte reifen lässt, dann muss jedem klar werden, dass dies das Werk eines Wesens ist, das größer ist als der Mensch.


 

Nach allgemeinem Glauben war die Luft voller einsamer Geister, die darauf warteten, von Kindern gefunden zu werden, die lange genug nach ihnen suchten ... (Der Geist) sang dann dem Kind ein Beschwörungslied vor, das es sich merken sollte, um es singen zu können, wenn es später als Erwachsener den Geist um Hilfe anrufen wollte.

Mourning Dove, Salish


 

Als ich jung war, ging ich einmal zu einem Medizinmann, um mir Rat für meine Zukunft zu holen. Der Medizinmann sagte: "Ich kann dir nicht viel erzählen; ich kann dir nur helfen, diese Erde zu verstehen, auf der du lebst. Wenn ein Mann bei der Jagd oder im Krieg Erfolg haben will, dann darf er sich nicht von seinen Neigungen leiten lassen, sondern er muss das Verhalten der Tiere und seine natürliche Umgebung verstehen, und dies erreicht er durch genaue Beobachtung. Die Erde ist groß und viele Tiere leben auf ihr. Sie steht unter em Schutz eines Wesens, das sich nur selten dem Auge zeigt."

Lone Man (Isna la-wica), Teton-Sioux


 

Ich wage zu behaupten, dass der Indianer in seinem Tipi, der über die Bedeutung des Lebens nachdachte, seiner Verwandtschaft mit allen Geschöpfen nachspürte und sich mit dem ganzen Universum eins fühlte, dabei das wahre Wesen aller Kultur in sich aufnahm.

Luther Standing Bear, Häuptling der Oglala Sioux


 

Oft vernehme ich in der Stille der Nacht, wenn die Natur ringsumher in tiefem Schlaf liegt, ein leises Klopfen an der Tür meines Herzens. Wenn ich sie öffne, so fragt eine Stimme: „Pokagon, was wird aus deinem Volk? Wie sieht seine Zukunft aus?“ Darauf lautet meine Antwort: „Wir Sterblichen besitzen nicht die Fähigkeit, den Schleier der Zukunft unseres Geschlechts zu lüften. Dies vermag allein der Schöpfer. Aber der Mensch kann aus der Vergangenheit und der Gegenwart Schlussfolgerungen auf das ziehen, was ihm die Zukunft bringen wird.“

Simon Pokagon, Potawatomie


 

„Medizin machen“ bedeutet, eine bestimmte Zeit lang zu fasten, Gott zu danken, zu beten und sich zu kasteien, manchmal auch, sich selbst Schmerzen zuzufügen. Es handelt sich um eine Übung der Andacht mit dem Ziel, die Leidenschaften des Fleisches zu bezwingen und den Geist zu stärken. Die körperliche Enthaltsamkeit und Konzentration auf erhabene Gedanken reinigen den Körper und die Seele, geben ihnen Gesundheit und erhalten sie. Dadurch erreicht der Geist des Menschen einen stärkeren Gleichklang mit dem Geist der Großen Medizin.

Wooden Leg, Cheyenne


 

Die Traditionen unseres Volkes werden vom Vater an den Sohn weitergegeben. Der Häuptling wird als der Weiseste angesehen, er führt den Stamm. Der Medizinmann dagegen besitzt mehr spirituelle Fähigkeiten. Man glaubt, dass er mit den Geistern in Verbindung steht ... Durch das Auflegen seiner Hand, durch Gebete, Anrufungen und heilige Lieder heilt er Kranke, er gibt den Leidenden neues Leben und vollbringt viele wunderbare Dinge ... Gekleidet ist er in die Häute junger, unschuldiger Tiere, z.B. des Rehkitzes; er schmückt sich mit dem Gefieder harmloser Vögel wie der Taube und des Kolibris ...

Sarah Winnemucca, Paiute


 

Wenn ich einmal zu alt und zu schwach sein werde, um Schafe zu hüten oder Mais anzubauen, dann will ich in meinem Haus sitzen, Katcina-Puppen schnitzen und meinen Neffen und Nichten meine Lebensgeschichte erzählen ... Ich möchte in der Tradition der Hopi beerdigt werden. Vielleicht wird mich mein Sohn mit der Kleidung eines Häuptlings ausstatten, mir eine Perlenkette um den Hals hängen, mir einen Paho und heiliges Maismehl in die Hand geben und Türkis-Ohrringe anlegen. Möchte er mich in einen Sarg legen, so soll er dies tun, aber er muss den Deckel offen lassen und etwas zu essen hineintun und auch eine Grableiter aufstellen, sodass ich herausklettern kann. Ich werde zu meinen Lieben eilen, aber ich werde mit gutem Regen zurückkehren und als Katcina mit meinen Ahnen auf der Plaza tanzen ...

Don Talayesva, Clan Häuptling der Hopi Sun


 

Das Leben des Indianers ist wie die Schwingen der Lüfte. So wie der Falke auf seine Beute herabstößt, so macht es auch der Indianer. Auch in seiner Trauer ist er wie das Tier. Der Kojote ist schlau, genauso ist der Indianer. Dasselbe gilt für den Adler. Deshalb trägt der Indianer immer Federn; er ist den Schwingen der Lüfte verwandt.


 

... vergiss die Alten nicht, sie haben sich ihr langes Leben verdient; sie haben viele Tage gesehen und manche Prüfung durchlebt. Der Große Geist hat sie reif und alt werden lassen. Sie können in die Zukunft schauen, sie besitzen Erfahrung und Weisheit auf vielen Gebieten. Am Ende des Weges ist das Schilf. Du und deine Familie werden dort hingehen ...

 Black Elk, Medizinmann der Oglala Sioux


 

Erst wenn der weiße Mann den Indianer so behandelt, wie er seinesgleichen behandelt, wird es keine Kriege mehr geben. Dann werden wir alle gleich sein – Brüder eines Vaters und einer Mutter, in einem Land mit einem Himmel, mit einer einzigen Regierung für alle.


 

Die Erde ist die Mutter aller Menschen und alle sollten auf ihr die gleichen Rechte haben. Genauso wenig wie ein Fluss bergauf läuft, wird sich jemals ein Mensch, der in Freiheit geboren ist, damit abfinden, eingesperrt zu sein und sich nicht frei bewegen zu dürfen.

Chief Joseph, Häuptling der Nez Percé


 

Alles in der Welt ist zweifach. Unser Geist hat eine gute und eine böse Seite. Mit unseren Augen sehen wir Schönes und Hässliches ... Wir haben eine rechte Hand, die Schläge austeilt und viel Übles tut, und eine linke Hand voller Liebe, die nah beim Herzen ist. Ein Fuß kann uns auf den falschen Pfad führen, der andere zum guten. Und so hat alles zwei Seiten.

Chief Eagle (Letakots-Lesa), Pawnee


 

Die Indianer kannten keine geschriebenen Gesetze. Sie orientierten sich ausschließlich an den Bräuchen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Zwar konnte jeder auch anders handeln, als es der allgemeinen Sitte entsprach, aber dann zog er sich die Verachtung des ganzen Volkes zu ... Die Furcht vor dieser Verachtung durch das eigene Volk schuf ein mächtiges Gemeinschaftsgefühl, das alle zu einem sozialen, allseits geachteten Bund zusammenschloss.

George Copway (Kah-ge-gah-bowh), Häuptling der Ojibwa


 

Die Sioux glauben fest daran, dass ein Kind die größte Gabe von Wakan Tanka ist, das er ihnen für viele Gebete, Opfer und Gelübde zum Geschenk macht. Deshalb denkt man, dass das Kind dem Menschen „von Wakan Tanka geschickt wird“ – meist auf natürlichem Wege, durch die Geburt.

Robert Higheagle, Teton Sioux


 

Ich habe gelernt, dass sich der Mensch bei wichtigen Unternehmungen nicht nur auf sich selbst verlassen darf.

Lone Man, Teton Sioux


 

Manchmal frage ich mich, ob es richtig war, mich der Zivilisation mit all ihren Begleiterscheinungen zu unterwerfen, und ob es nicht besser wäre ... in die Dunkelheit und wilde Unberührtheit unseres Landes zurückzukehren (wenn es eine solche noch gibt), dort zu leben und in aller Stille zu sterben ... Dieser Gedanke stimmt mich froh, aber er ist vielleicht undurchführbar.


 

Die Kinder wurden zur Disziplin und zum Teilen ermahnt. Wenn ein Mädchen seine ersten Beeren pflückte oder ihre ersten Wurzeln ausgrub, so gab sie sie einem älteren Mädchen ... Wenn ein Kind Wasser holte, wurde es von den Großen gelobt; bei einem Jungen sagten sie, es würde nach Fleisch schmecken, bei einem Mädchen nach Beeren. So wuchs es gerade wie ein junger Baum heran.


 

Bei einer großen Hochzeit führte der Häuptling den Vorsitz, wobei ihm seine Frau half. Er ließ die Pfeife herumgehen und alle rauchten gemeinschaftlich. So fand in aller Öffentlichkeit die Vereinigung zweier Familien statt und alle ihre vergangenen und zukünftigen Streitigkeiten wurden beigelegt, sodass sie nun eine „ungeteilte Einheit“ bilden konnten. Dann hielt der Häuptling eine Rede, in der er dem Paar Ratschläge für die Zukunft gab, die jeweiligen guten Eigenschaften der Ehepartner herausstrich und ihnen seine Glückwünsche für eine glückliche Zukunft entbot.


 

... alles auf der Erde hat einen Nutzen, für jede Krankheit gibt es ein Kraut, das heilen kann, und jeder Mensch hat eine Aufgabe. Das ist die indianische Auffassung vom Leben.

Mourning Dove, Salish


 

Ich bin arm und bloß, aber ich bin der Häuptling meines Volkes. Wir wollen keine Reichtümer, sondern wir wollen unseren Kindern den richtigen Weg weisen. Reichtümer würden uns kein Glück bringen. Wir könnten sie nicht in die andere Welt mitnehmen. Wir wollen keine Reichtümer. Wir wollen Frieden und Liebe.

Red Cloud (Makhpiya-Iuta) (1819 - 1909), Häuptling der Sioux


 

Wenn ich einen Vogel schoss, wenn ich tötete, verging sein Leben mit dem Blut. Dies lehrte mich, zu welchem Ende ich hier bin. Ich bin in diese Welt geboren um zu sterben. Mein Körper dient nur dazu, meinen Geist am Leben zu erhalten. Sollte mein Blut jemals vergossen werden, so möchte ich die Wunde nicht von hinten erhalten, sondern dem Tod ins Angesicht sehen.

Toohoolhoolzote, Häuptling der Nez Percé


 

Ein Gespräch begann niemals unvermittelt oder gar überhastet. Wie wichtig auch immer eine Frage war, niemand hätte sie je vorschnell gestellt, genauso wie sich niemand mit einer Antwort beeilte. Pausen, in denen sich die Gedanken entwickeln können, waren die einzig höfliche Art, ein Gespräch einzuleiten und zu führen. Stille hatte große Bedeutung für die Lakota und das Schweigen des Gesprächspartners zu respektieren und selbst zu schweigen, bevor man zum Sprechen ansetzte, stellte einen Beweis von Höflichkeit dar und entsprach dem Grundsatz, dass „der Gedanke vor dem Sprechen kommt“.


 

Die indianische Art zu leben bedeutet Freiheit – eine intensive und allumfassende Liebe zur Natur, Ehrfurcht vor dem Leben und das feste Vertrauen zu einem höheren Wesen. Die Beziehung des Indianers zu anderen Menschen basiert auf Wahrheit, Ehrlichkeit, Großzügigkeit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Luther Standing Bear, Häuptling der Oglala Sioux


 

Der Große Geist ist in allen Dingen; er ist in der Luft, die wir atmen. Der Große Geist ist unser Vater und die Erde ist unsere Mutter. Sie nährt uns; sie gibt uns wieder, was wir dem Boden anvertrauen ...

Big Thunder, Wabanaki Algonquin


 

Alle Indianer glauben, dass der Geist eines Menschen nach seinem Tode irgendwo auf der Erde oder im Himmel ist, wir wissen nicht genau, wo, aber wir sind sicher, dass seine Seele weiterlebt ... Genauso ist es mit Wakan Tanka. Wir glauben, dass er überall ist, denn er ist wie die Seelen unserer Freunde, deren Stimmen wir nicht hören können.

Chased-by-Bears, Santee-Yanktonai Sioux


 

Großer Geist, Großer Geist, mein Großvater, überall auf der Erde sind die Gesichter der Lebewesen einander ähnlich ... Schau in die vielen Gesichter der Kinder, die ihre Geschwister auf den Armen tragen, sie mögen den Stürmen trotzen und den richtigen Weg wählen, bis sie eines Tages zur Ruhe kommen.

Black Elk, Medizinmann der Oglala Sioux


 

Am Anfang war alle Weisheit und alles Wissen bei den Tieren, denn Tirawa, der über uns steht, sprach nicht direkt zum Menschen. Er sandte Tiere, die dem Menschen erzählen sollten, dass er sich ihm durch die anderen Lebewesen offenbaren würde und dass er von ihnen und von Sonne, Mond und Sternen lernen solle ... denn alle Dinge erzählen von Tirawa.

Chief Eagle, Pawnee


 

Wir hatten keine Kirchen, keine religiösen Organisationen, keinen Sonntag und keine Feiertage, und doch beteten wir. Manchmal versammelte sich der ganze Stamm und sang und betete, manchmal auch wenige Personen, vielleicht nur zwei oder drei. Die Lieder waren kurz und sie waren nicht festgelegt. Der Sänger setzte manchmal seine eigenen Worte ein, die er anstelle der üblichen Laute hören wollte. Manchmal beteten wir still; manchmal beteten alle laut; manchmal betete auch ein Älterer für alle zusammen. Bei anderen Gelegenheiten stand jemand auf und sprach zu uns von unseren Verpflichtungen gegenüber dem Stamm und zu Gott. Unsere Gottesdienste dauerten nicht lange.

Geronimo (1829 - 1909), Häuptling der Chiricahua Apachen


 

Meine Mutter lehrte mich unsere Sagen; sie erzählte mir vom Himmel: von Sonne, Mond, Sternen, Wolken und Stürmen. Sie zeigte mir, wie ich knieend Gott um Kraft, Gesundheit, Weisheit und Schutz bitten sollte. Wir wandten niemals unser Gebet gegen eine Person, sondern legten Auseinandersetzungen selbst bei. Denn man lehrte uns, dass Gott sich nicht um die kleinen Streitigkeiten der Menschen kümmert.

Geronimo (1829 - 1909), Häuptling der Chiricahua Apachen


 

Alle Kraft kommt von Wakan Tanka, dem Großen Geheimnis. Wakan Tankgibt dem Medizinmann seine Weisheit, seine Kraft zu heilen und den heiligen Zauber. Der Mensch weiß, dass alle heilkräftigen Pflanzen von Wakan Tanka stammen; deshalb sind sie heilig. Und auch der Büffel ist heilig, denn er ist ein Geschenk von Wakan Tanka.

Flat Iron, Häuptling der Oglala Sioux


 

Man lehrte uns, dass der Große Geist alles sieht und alles hört und dass er nichts vergisst; dass er nach dem Tod dem Geist jedes Menschen nach seinen Verdiensten eine neue Heimat gibt ... Daran glaube ich, so wie alle aus meinem Volk.

Chief Joseph, Häuptling der Nez Percé


 

Vor der Schlacht legten die Krieger Festtagskleidung an, aber nicht um ihre Kampfkraft zu erhöhen, sondern weil die Auseinandersetzung für sie tödlich enden könnte. Jeder Indianer möchte vorbereitet sein, wenn er vor den Großen Geist gerufen wird. Daher zieht er seine schönsten Kleider an, wenn ihm unmittelbare Gefahr droht ...

Wooden Leg (Ende 19.Jh.), Cheyenne


 

Ich hoffe, dass der große Himmlische Vater, der auf uns herabschaut, allen Stämmen seinen Segen und eine friedliche Zukunft gibt, dass er für unsere Kinder sorgt und uns schließlich hoch über diese Erde erheben wird; und dass unser Himmlischer Vater auf unsere Kinder wie auf seine eigenen Kinder schauen wird, alle Stämme seine  Kinder sein werden und wir für immer in Frieden leben können, so wie wir uns heute auf dieser weiten Ebene die Hand reichen.

Red Cloud , Häuptling der Oglala-Sioux


 

 "Jetzt wollen die Archäologen die Grenze des Indianergebietes finden. Die Indianer hatten keine Grenze! Sie waren frei! Ich hätte lieber die Sterne als Dach und die Erde als Fußboden, ich würde lieber unter einem Baum leben und einen Korb flechten oder tun, was ich immer getan habe. Mein einziger Wunsch ist, dass wir freier wären und zu den Hügeln und Bergen gehen könnten, um dort einen Tag zu verbringen. Einfach um die Erinnerungen zurück zu holen, wie es war, als wir dort lebten."

Juanita Centeno, Chumash...


 

"Denkt nicht immer nur an euch selbst, o Häuptlinge, auch nicht nur an eure eigene Generation. Denkt an die vielen folgenden Generationen unserer Familien, denkt an unsere Enkel und die noch Ungeborenen, deren Gesichter von unter dem Erdboden her kommen."

Peacemaker Gründer der Irokesen-Föderation, ca.1450...


 

"Solange der Adler jagt und fliegt, lebt diese Welt. Doch fliegt und jagt der Adler nicht mehr, stirbt diese Welt."


 

"Jetzt ist es zu spät. Der weiße Mann hat das Land, das wir lieben, und wir wollen nur noch über die Prärie ziehen, bis wir sterben."

Parra-wa-samen (Ten Bears) von den Yamparika-Comanchen bei den Friedensverhandlungen von Medicine Lodge / 1867...


 

"Ich kann sehen, dass noch etwas anderes dort in dem blutigen Schlamm starb und vom Schnee begraben wurde. Eines Volkes Traum ist dort gestorben. Es war ein schöner Traum..."

Sioux-Medizinmann Hehaka Sapa (Black Elk) zu Wounded Knee...


 

"Lasst uns hingehen in unsere Gebirge. Lasst uns unsere Herden in Tälern weiden und lasst uns dort reiten, wo es nach Salbei duftet und nach dem Geruch der Pinienholzfeuer. Lasst uns in Frieden wohnen im Land der roten Berge, die aus dem Sand der Wüste aufsteigen, wo die Adler fliegen."

Häuptling Ganada Mucho...


 

"Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht. Ich bin eine der tausend wogenden Wellen des Sees, ich bin das diamantene Glitzern des Schnees, wenn ihr erwacht in der Stille am Morgen, dann bin ich für euch verborgen, ich bin ein Vogel im Flug, leise wie ein Luftzug, ich bin das sanfte Licht der Sterne in der Nacht. Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht."

Lakota...


 

"Man lehrte uns, dass der Große Geist alles sieht und alles hört und dass er nichts vergisst; dass er nach dem Tod dem Geist jedes Menschen nach seinen Verdiensten eine neue Heimat gibt ... Daran glaube ich, so wie alle aus meinem Volk."

 

"Blau sinkt der Abend herab, blau sinkt der Abend, überall, wohin ich blicke; die seidenen Maisfäden tanzen."

Lied eines Papago...


 

"Die verückte und kranke Welt des weißen Mannes Vieles ist töricht an eurer so genannten ZIVILISATION. Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach, bis ihr soviel habt, dass ihr gar nicht lange genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert die Wälder, ihr schlachtet die Tiere ab, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr , die all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören."

Tatanga Mani...


 

"Der Rote Mann kämpft für sein Volk, seine Familie, um Nahrungsvorräte und Jagdgebiete, um das Überleben. Der Weiße Mann kämpft aus Gier nach mehr für sich und seinen Hunger nach Geld und Gold. Er denkt an sich immer zuerst. Bei den roten Männern ist der reich zu nennen, der viele Geschenke macht; Bei den weißen Männern kommt es darauf an, immer noch mehr anzuhäufen und bloß nichts wegzugeben. Der rote Mann liebt die Natur, weil er ein Teil von ihr ist. Der weiße Mann tötet die Natur, obwohl auch er ein Teil von ihr ist. DAS nenne ich verrückt.."

SUVATE......Dog Soldier...


 

Wenn du das Feuer siehst, wenn du den  Himmel betrachtest: Vergiss nicht, das sind die Geister der Ahnen - unserer Ahnen!


 

Wenn du am Morgen aufstehst, dann sage Dank für das Morgenlicht, für dein Leben und die Kraft, die du besitzt. Sage Dank für deine Nahrung und die Freude, am Leben zu sein. Wenn du keinen Grund siehst, Dank zu sagen, liegt der Fehler bei dir.

Tecumseh...


 

Indianische Legenden erzählen uns, dass der Adler allmächtig war und über alles wachte. Seine Fähigkeit und Anteilnahme machten ihn zum Mittler, der dem Schöpfer die Gebete der Menschen überbrachte. Der Adler symbolisiert die Ehrfurcht vor dem Unbekannten.

Adelphena Logan...


 

Belästige niemanden seiner Religion wegen - achte die Ansichten anderer und verlange von ihnen, dass sie auch die deine achten.

Tecumseh...


 

Ein Falke kreist auf den Wegen des Windes - er allein kennt sie, er allein weiß, wie sie ihn zum Mittelpunkt führen.

Simon J. Ortiz (Pueblo- Indianer)...


 

Wir wissen, was der weiße Mann eines Tages erst entdecken wird. Unser großer Geist ist derselbe Gott. Denkt nicht, dass ihr ihn besitzt, so wie ihr unser Land zu besitzen glaubt, denn das könnt ihr nie.


 

Der große Geist ist der Gott aller Menschen, des Roten und des Weißen Mannes. Dem großen Geist ist diese Erde kostbar. Die Erde zu verletzten heißt Gott zu verachten.

Chief Seatlle 1854...


 

"Wer die Erde nicht respektiert, zerstört sie, wer nicht alles Leben so wie das eigene respektiert, wird zum Mörder. Der Mensch glaubt manchmal, er sie zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebte der kommenden Generationen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen, eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als die unsere - und hoffentlich besser."

Oren Lyons...Häuptling der Onondaga-Nation...


 

"Tötet nicht die Bäume, macht nicht das Wasser unserer Flüsse trübe. Reißt nicht das Eingeweide unserer Erde auf. Sonst werden die Flüsse und Bäume weinen."

Keokuk...Häuptling der Sauk...


 

"Kein Mensch kann seine Mutter besitzen, keiner kann die Erde zu seinem Eigentum machen."

Ojibwa...


 

"Ich bin das Land. Meine Augen sind der Himmel. Meine Glieder sind die Bäume. Ich bin der Fels, die Wassertiefe. Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen. Ich bin selbst Natur.

Hopi Indianer...


 

"Wenn du dein Herz nicht hart werden lässt, wenn du deinen Mitmenschen kleine Freundlichkeiten erweist, werden sie dir mit Zuneigung antworten. Sie werden dir freundliche Gedanken schenken. Je mehr Menschen du hilfst, desto mehr dieser guten Gedanken werden auf dich gerichtet sein. Dass Menschen dir wohlgesinnt sind, ist mehr wert als Reichtum."

Henry Old Coyote...


 

"Der Rauch aus unserer heiligen Pfeife ist der Atem des Grossen Geistes. Wenn wir beisammensitzen und die Pfeife rauchen, bilden wir einen Kreis, der ohne Ende ist und alles umschließt, was auf der Erde lebt."

Lame Deer (Tahca Ushte)...Lakota...


 

"Weißt du, dass die Bäume reden? Ja, sie reden. Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst. Aber die weißen Menschen hören nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Grossen Geist."

Tatanga Mani...Stoney...


 

"Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen."

Eskimospruch...


 

"Ich sage immer, was ich in meinem Herzen für wahr halte. Darum geht es. Wenn alle das verstehen könnten, würden sie wissen, wie ich mich fühle. Wenn andere Menschen sich ihre Kultur bewahren und weiter danach leben würden, wüssten sie um diese Dinge.


 

Manchmal sagen die Leute, ich würde wieder Indianer spielen. Oh, das ist traurig. Ich glaube nicht, dass ich Indianer spielen oder mich wie eine Indianerin aufführen muss. Ich bin eine. Ich bin so. Ich bin, wer ich bin. Und ich bin stolz."


 

"Die Männer sind im inneren Kreis, und die Frauen sitzen hinter ihnen. Die Frauen wissen soviel wie die Männer, und man fragt sie oft um Rat. Sie interessieren sich immer dafür, was ihre Männer machen, und denken darüber nach."

Sarah Winnemucca Hopkins...Paiute...


 

"Man könnte sagen, dass die Religion der Nicht -Indianer von außen kam, wie Gott, der irgendwo da oben im Himmel ist mit seinem Königreich, und die Menschen hier unten versuchen, sich in den Himmel hochzuarbeiten.


 

In der Auffassung der Indianer dagegen bist du Gott. Er ist in dir, Teil von dir. Und das ist unser Anfang, unsere Schöpfung, als wir zum ersten Mal erschaffen wurden. Das tragen wir in uns."

Vickie Downey...Tewa...


 

"Ich sitze wie ein Vogel auf dem Zweig. Ich schaue mich um und weiß nicht wohin. Lasst mich daher auf  den Boden herunterkommen."

Lenape Indianer...


 

"Es gibt mehr als eine Straße, die zum Leben nach dem Leben führt, es gibt mehr als eine Art zu lieben, es gibt mehr als einen Weg, die andere Hälfte seines Selbst in einem anderen Menschen zu finden, es gibt mehr als eine Art, den Feind zu bekämpfen."


 

"Wer sein Selbst nicht lieben kann, kann niemanden lieben. Wer sich seines Körpers schämt, schämt sich alles Lebendigen. Wer seinen Körper schmutzig findet, ist verloren. Wer die schon vor der Geburt erhaltenen Gaben nicht respektieren kann, kann nie etwas richtig respektieren."

Eine Nootka


 

"Gott trug mir auf, dass ich meinen Leuten sagen solle, sie mögen gut sein, einander lieben und nicht stehlen oder lügen. Er gab mir diesen Tanz, um ihn meinem Volk weiterzugeben.

Wowoka...Paiute...Geistertanzprophet...


 

"Wie lange leben wir auf Erden? Nicht für immer, nur eine kleine Spanne. Jade zerbricht, Gold wird zerdrückt, Quetzalfedern knicken. Nichts dauert auf Erden, alles lebt nur einen Hauch lang. Unsere Zeit ist geliehen, im Nu müssen wir sie hinter uns lassen."

Azteken...


 

"Du bist, was deine Mutter ist. Du siehst die Welt und alles, was auf ihr ist, durch die Augen deiner Mutter. Was du später von den Vätern lernst, ist etwas anderes. Die Kette der Kultur ist die Kette der Frauen, die die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet."

Shirley Hill Witt...Mohawk...


 

"Ein Volk ist so lange nicht erobert, wie die Herzen seiner Frauen stark sind. Dann aber ist es aus und vorbei- einerlei, wie mutig die Krieger und wie stark ihre Waffen auch sein mögen."

Cheyenne-Redensart


 

"Gehe aufrecht wie die Bäume, Lebe dein Leben so stark wie die Berge, Sei sanft wie der Frühlingswind, Bewahre die Wärme der Sonne im Herzen und der große Geist wird immer mit dir sein!"

Weisheit der Navajo - Indianer


 

"Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest - steig ab!"

Weisheit der Dakota - Indianer


 

 

Die für mich schönsten Weisheiten, nach denen ich auch lebe sind folgende:


an aller 1. Stelle steht da:


Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.

... unbekannter Apachenkrieger


 

Kein Mensch beginnt er selbst zu sein, bevor er nicht seine Vision gehabt hat

... Ausspruch der Ojibway


 

"Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg!"

Calvin. O. John


 

Wie glücklich ich bin ?

Das ist für uns die wichtigste Frage im Leben. Für einen Indianer hängt der Erfolg nicht davon ab wieviel er verdient oder welche gesellschaftliche Stellung er einnimmt, sondern einzig und allein davon, wie glücklich er ist.

Beryl Blue Spruce, Pueblo Indianer


 

 


Hier nun ein paar Weisheiten, die Wolfgang Berger aus Österreich

zur Verfügung gestellt hat.

Vielen Dank dafür.


Wenn immer der rote Jäger auf seinen Streifzügen etwas erblickt,was eindrucksvoll und erhaben ist, verharrt er einen Augenblick in andächtigem Schweigen. Für ihn ist es nicht notwendig, einen von sieben Tagen zu heiligen,denn für ihn ist jeder Tag heilig


OHIYESA (Sioux)



 Kein Mensch kann seine Mutter besitzen, keiner kann die Erde zu seinem Eigentum machen.

OJIBWA




Wer etwas Wichtiges vorhat, sollte nicht lange Reden halten, sondern nach ein paar Worten zur Sache kommen.

SAGOYEWATHA, RED JACKET (Seneca)



Ihr sollt wissen, dass alles, was ihr braucht,Geschenke der Erde unten, des Himmels oben und der vier Winde sind. Wenn ihr euch gegen diese Elemente vergeht, wird es schlimme Konsequenzen für euch haben ...

SIOUX-LEGENDE VON WHITE BUFFALO MAIDEN



Menschen, die bloß arbeiten, finden keine Zeit zum Träumen.
Nur wer träumt, gelangt zur Weisheit.

SMOHALLA (Nez Perce)



Das Wissen um die spirituelle Beziehung zum gesamten Universum ist ohne Bedeutung,denn Bewusstsein von irgend etwas ist nicht die Wirklichkeit jener Sache.Dass man von der Existenz der Liebe weiß,bedeutet nicht zu lieben.


SOTSISOWAH (Seneca)



Denk mit dem Herzen.

SPRICHWORT DER HOPI



Du kannst den Regenbogen nicht haben, wenn es nicht irgendwo regnet

SPRICHWORT DER PUEBLO-INDIANER



Die Bücher des weißen Mannes genügten mir nicht ...
Der Große Geist hat mir die Möglichkeit gegeben,an der Hochschule der Natur zu studieren, die Wälder und Flüsse,die Berge und die Tierwelt.

TATANCA MANI (Stoney)



Weißt du, dass Bäume reden. Die sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst. Aber die weißen Menschen hören nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren: Manchmal etwas über das Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Großen Geist.


TATANCA MANI (Stoney)



Seht, Brüder, der Frühling ist gekommen. Die Erde wird von der Sonne umarmt, wir werden bald die Ergebnisse dieser Liebe sehen.Jedes Samenkorn ist erwacht, genauso jedes Tier.
Durch diese geheimnisvolle Kraft erhalten auch wir unser Leben.


TATANKA YOTANKA, SITTING BULL  (Hunkpapa)



Die drei schlimmsten Übel sind:
Dummheit, Faulheit und Feigheit.


TECUMSEH (Shawnee)



Alles, was Natur an Gutem schenken kann,schenkt sie uns in Fülle.
Und dazu die Begabung, all das zu genießen ...


WABANAKI



Warum sollte man mit Gewalt rauben, was man in Güte durch Freundschaft und Liebe erhalten kann?


WAHUNSONACO0K (Irokese)



Geh aufrecht wie die Bäume.
Lebe dein Leben so stark wie die Berge.
Sei sanft wie der Frühlingswind.
Bewahre die Wärme der Sonne im Herzen,
und der Große Geist wird immer mit Dir sein.

WEISHEIT DER NAVAJO



Die Erde ist das Paradies,
und wo du deinen Fuß auch hinsetzt ist heiliges Land.


WILFRIED PELLETIER (Ojibway)



Heilige Mutter Erde,die Bäume und die ganze Natursind Zeugen deines Denkens und Wirkens


WINNEBAGO



Das Land mit seinen Bäumen war den Weißen gleichgültig.Wir fällen keine Bäume, sondern nutzen nur totes Holz. Aber die Weißen sprengen die Bäume sogar aus der Erde und zerhacken sie.
Überall, wo der weiße Mann die Erde berührt, hat, hat sie Wunden.

WINTU



Wie lange leben wir auf Erden?
Nicht für immer, nur eine kleine Spanne.
Jade zerbricht, Gold wird zerdrückt,
Quetzalfedern knicken.
Nichts dauert auf Erden, alles lebt nur einen Hauch lang.
Unsere Zeit ist geliehen, im Nu müssen wir sie hinter uns lassen.

AZTEKEN



Die Erde ist unsere Mutter, sie nährt uns.
Was wir in sie hineinlegen, gibt sie uns zurück.


BEGADI, BIG THUNDER (Wabanaki)



Ein Volk ist so lange nicht erobert, wie die Herzen seiner Frauen stark sind. Dann aber ist es aus und vorbei – einerlei, wie mutig wie Krieger und wie stark ihre Waffen auch sein mögen.


CHEYENNE-REDENSART



Die Weisheiten der Indianer stammen aus dem Taschenbuch "Meine Worte sind wie die Sterne.
Die Rede des Häuptlings Seattle und andere indianische Weisheiten".




Ein Stamm besteht aus lauter Individuen und ist so gut wie jeder Einzelne.

CHIEF SEATTLE (Duwamish)




Brüder wir wünschen den Frieden.
Alle roten Menschen wünschen Frieden.
Aber wo die Weißen hinkommen, da gibt es keinen Frieden, außer im Inneren unserer Mutter Erde.

CHIEF TECUMSEH (Shawnee)




Was ist das Leben?
Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen in der Nacht.
Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter.
Es ist wie der kurze Schatten der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

CROWFOOT (Blackfeet)




Wir wurden zusammen mit allen Geschöpfen auf diese Erde gesetzt.
Alle diese Geschöpfe, auch die kleinsten Gräser und die größten Bäume, sind mit uns eine Familie.
Wir sind alle Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde.

DANKGEBET DER IROKESEN




Es ist viel leichter, das grüne Gras woanders anzuschauen, als bei sich zu Hause im eigenen Garten.

DAVID SEVEN DEERS (Halkomelen Skwah)




So vielfältig sind die Wunder der Schöpfung, dass diese Schönheit niemals enden wird.
Die Schöpfung ist hier. Sie ist genau jetzt in dir, ist es schon immer gewesen
Die Welt ist ein Wunder.
Die Welt ist Magie.
Die Welt ist Liebe.
Und sie ist hier, jetzt.

GAYLE HIGH PINE




Im Haus des Langen Lebens, dort lebe ich. Im Haus des Glücks, dort lebe ich. Schönheit unter mir, dort lebe ich. Schönheit über mir, dort lebe ich. Schönheit rings um mich her, dort lebe ich. Ins Alter reisend, mit ihm lebe ich. Auf dem guten Pfad bin ich, auf ihm lebe ich.

GESANG DER NAVAJO




Alle Dinge der Schöpfung sind heilig.
Jeder Morgen ist heilig, jeder Tag ist heilig. Denn das Licht des Tages wurde von Wankan Tanka, unserem Vater, gesandt. Bedenkt, dass alle Geschöpfe dieser Welt heilig sind und darum entsprechend behandelt werden wollen.

HEHAKA SAPA, BLACK ELK (Sioux)




Die Vögel verlassen die Erde mit ihren Flügeln. Auch die Menschen können die Erde verlassen, zwar nicht mit Flügeln, aber mit ihrem Geist.

HEHAKA SAPA, BLACK ELK (Sioux)




Im Leben eines Indianers gibt es keine schlechten Tage. Auch wenn die Zeiten noch so schwierig sind, jeder Tag ist gut, weil du am Leben bist, ist jeder Tag gut.

HENRY OLD COYOTE (Crow)




Wenn du dein Herz nicht hart werden lässt, wenn du deinen Mitmenschen kleine Freundlichkeiten erweist, werden sie dir mir Zuneigung antworten. Sie werden dir freundliche Gedanken schenken. Je mehr Menschen du hilfst, desto mehr dieser guten Gedanken werden auf dich gerichtet sein. Dass Menschen dir wohlgesinnt sind, ist mehr wert als Reichtum.

HENRY OLD COYOTE (Crow)




Mit Hilfe der Sonne wurde die Erde geschaffen. Die Erde und ich, wir sind eins. Der Eine, der das Recht hat, über das Land zu verfügen, ist der Eine, der es geschaffen hat.

CHIEF JOSEPH (Nez Perce)




Ich sitze in freier Natur, am See. Die Weißen möchten, dass ich wie sie arbeite, wie sie viel Geld verdiene, wie sie ein Auto kaufe und wie sie in freier Natur, an einem See, Urlaub mache und angle. Ich sitze schon in freier Natur, am See ...

KANADISCHER INDIANER




Friede ist nicht nur die Zeit zwischen zwei Kriegen, Friede ist das Gesetz menschlichen Handelns.

LEHRE DER IROKESEN




Wenn wir recht handeln und wenn zwischen jedem Menschen und jedem Volk Gerechtigkeit herrscht, dann haben wir Frieden.

LEHRE DER IROKESEN




Andere Religionen belehren ...
Unsere meint, dass das Herz jedem Menschen seinen eigenen Weg zeigt.

MOWIHAIZ, MAGPIE (Cheyenne)


 

 

 


Wie kann man Land kaufen und verkaufen?

Wörter des Häuptling Seattle

Man kann die Erde genau so wenig besitzen, wie den Himmel, die Frische der Luft oder das Glitzern des Wassers!

 

Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig, jede glitzernde Tannennadel, jeder sandige Strand, jeder Nebel in den dunklen Wäldern, jede Lichtung, jedes summende Insekt ist heilig in den Gedanken und Erfahrungen meines Volkes. Der Saft, der in den Bäumen steigt, trägt die Erinnerung des roten Mannes. 

Wir sind ein Teil der Erde, und sie ist ein Teil von uns. Die duftenden Blumen sind unsere Schwestern, die Rehe, das Pferd, der Große Adler, sind unsere Brüder. Die felsigen Höhen, die saftigen Wiesen, die Körperwärme des Ponys und des Menschen, sie alle sind unsere Familie.

Glänzendes Wasser ist nicht nur Wasser, sondern das Blut unserer Vorfahren. Die Flüsse sind unsere Brüder, sie stillen unseren Durst. Die Flüsse tragen unsere Kanus und nähren unsere Kinder.

Der Indianer, mag das sanfte Geräusch des Windes, der über eine Teichfläche streicht, und den Geruch des Windes, gereinigt vom Mittagsregen oder schwer vom Duft der Kiefern. Die Luft ist Kostbar für den roten Mann, denn alle Dinge teilen denselben Atem. Das Tier der Baum, der Mensch, sie alle Teilen denselben Atem.

Was währe der Mensch ohne all diese Dinge? Was währe ehr ohne die Tiere?               Währen alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an großer Einsamkeit des Geistes, Was immer den Tieren geschieht, geschieht bald auch den Menschen. Was die Erde befällt, befällt auch ihre Söhne. Denn alle Dinge sind miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Die Erde gehört nicht den Menschen, der Mensch gehört zur Erde. Der Mensch schuf nicht das Gewebe des Lebens, er ist darin nur eine Faser. Was immer Ihr dem Gewebe antut, das tut Ihr euch selbst an.

Wie kann man den Himmel oder die Erde kaufen, oder die Schnelligkeit der Antilope? Wie können wir Euch diese Dinge verkaufen, und wie könnt Ihr sie kaufen? Könnt Ihr denn mit der Erde tun, was Ihr wollt, nur weil der rote Mann ein Stück Papier unterzeichnet, und es dem Weißen Mann gibt? Wenn wir nicht die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers besitzen, wie Könnt ihr sie von uns Kaufen? Könnt ihr die Büffel zurückkaufen, wenn der letzte getötet ist?...




Aktualisiert: 22.02.2017 - 06:30 - © M.Strunk