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23.11.2017 - 02:27

Trittau


Das Amt Trittau ist eine über 700 Jahre alte Verwaltungseinheit und gehört zur Metropolregion Hamburg. Es liegt verkehrsgünstig zwischen Hamburg und Lübeck nahe der A 24 Hamburg-Berlin und der B 404/A 21 nach Kiel im südöstlichen Holstein.

Die Größe des Gemeindegebietes umfasst 28,59 qkm, davon 1.450 ha Waldfläche (Naturschutzgebiet Hahnheide). Die Einwohnerzahl von Trittau liegt bei 7.500.


Das Amt Trittau besteht heute aus 10 Gemeinden mit insgesamt 17.000 Einwohnern.

Aus dem Vogteibezirk der 1326 in Trittau erbauten Burg ist das das Amt Trittau erwachsen. Von 1544 bis 1773 gehörte es zum Herzogtum Gottorf. Insgesamt bildeten 36 Dorfschaften das Amt. Es reichte bis Rümpel, Neritz, Nahe, Stuvenborn und Sievershütten! Seinen Sitz hatte der Amtmann auf dem Trittauer Schloß bzw. der ehemaligen Burg. 1773 wurden die Ämter Reinbek und Trittau unter die Administration eines gemeinsamen Amtmannes gestellt. Weil das Schloß baufällig war, nahm er dann seinen Sitz in Reinbek. Das Schloß wurde verkauft und später abgerissen.
Nach dem deutsch-dänischen Krieg (1864) und dem deutschen Krieg Preußens gegen Österreich (1866) war der Weg zur preussischen Annexion der Herzogtümer Schleswig und Holstein frei. So wurde auch Trittau 1867 preussisch und war fortan dem neugebildeten Kreis Stormarn zugehörig. 1888 wurden mit der neuen Kreisordnung neue Amtsbezirke gebildet. Der Amtsbezirk Trittau blieb zwar bestehen, verkleinerte sich aber beträchtlich. 1929 gehörten nur noch die Gemeinden Grande, Hamfelde, Hohenfelde, Köthel, Trittau und Rausdorf zum Amt.
Die heutige Ausdehnung erreichte das Amt Trittau erst in den 1970er Jahren. 1970/72 kam es zu einer Verwaltungsreform: das Amt Lütjensee wurde aufgelöst und seine Amtsgemeinden Großensee, Grönwohld und Lütjensee dem Amt Trittau zugeschlagen.

Das Wappen des Amtes Trittau symbolisiert durch einen Baum, der 10 Blätter trägt, das Zusammenwirken der gleichen Zahl von Gemeinden im Amt.
Die seenreiche Landschaft im Amtsbezirk stellt der oben gewellten Wappenschildfuß dar. Der Kranz von 12 fünfzackigen Sternen charakterisiert die intensiven europäischen Einigungsbemühungen aller 10 Gemeinden, die sämtlich dem Rat der Gemeinden Europas angehören.


Eine der vielen Sehenswürdigkeiten in Trittau ist die über 300 Jahre alte Wassermühle am Mühlenteich. In diesem Gebäude wurde noch bis 1963 Korn gemahlen. 1992 hat die Gemeinde dort ein Kulturzentrum eröffnet. Heute bieten die gemütlichen Räume den stilvollen Rahmen für zahlreiche Veranstaltungen, die über Trittau hinaus auf regen Zuspruch treffen. Die Napoleon-Brücke ist eine weitere Sehenswürdigkeit und war auf der alten Heer- und Handelsstraße Hamburg-Ratzeburg-Mecklenburg ein wichtiger Übergang über den Trittauer Mühlenbach (nahe der Wassermühle). Die zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtete Brücke aus behauenen Granitquadern ist ein wertvolles kulturhistorisches und technisches Denkmal.

Mitten im Ort steht die Martin-Luther-Kirche
Im Kern ein Feldsteinbau des mittleren 13. Jahrhunderts, stammt das Kirchenschiff überwiegend aus dem 19. Jahrhundert, der Turm –der Frühgotik nachempfunden – von 1888. Die Kirche und die gegenüberliegenden stattlichen Bauernhöfe sind ein städtebaulich sehenswertes Ensemble.

Ansonsten hat Trittau noch ein herrlich gelegenes beheiztes Freibad ; eine Gemeindebücherei; ein Bürgerhaus mit Seniorentagesstätte und Jugendzentrum; ein Kulturzentrum in der Wassermühle; mehrere Kindergärten ; moderne Sportanlagen; ein großes Schulzentrum mit Grund- Haupt- Realschule sowie einem Gymnasium; einen hohen Aussichtsturm im Forst Hahnheide; den größten Kunsthandwerkermarkt Norddeutschlands und viele andere Märkte... Man kann sagen Trittau hat einfach viel zu bieten!




Aktualisiert: 22.02.2017 - 06:33 - © M.Strunk